Genealogie = Die Lehre von den Geschlechtern.
Also Familienforschung (Ahnen ermitteln, Verwandtschaftsverhältnisse, ...). Nicht nur rein wissenschaftlich anwendbar, sondern auch als Hobby der privaten Familienforscher (Geschichte von unten), die gerne mehr über ihre Vorfahren und damit auch über sich selbst erfahren möchten. Der Forscher kann sich dabei verschiedene Prioritäten setzen: Lebensorte und Wanderungen der Ahnen - Berufe - Krankheiten - Charakterkunde - ...

Ahnentafel
Die Ahnentafel zeigt die direkten Ahnen eines Probanden (ein Mitglied aus der jüngsten Generation) an. Dabei werden so genannte Ahnenkennziffern nach Kekule vergeben. Beispiel: Der Proband bekommt die Kekule-Nr 1. Seine Eltern, die eine Reihe über ihm angeordnet sind, bekommen die Nummern 2 (Vater) bzw. 3 (Mutter). In der nächsten Reihe sind die Eltern der Eltern (also die Großeltern des Probanden) an der Reihe. Dabei bekommt dann der Großvater väterlicherseits die Nummer 4, dessen Ehefrau die 5, usw. Männliche Vorfahren haben gerade Nummern, weibliche ungerade. Auf der Ahnentafel werden die Verbindungen Eltern-Kind durch eine Verbindungslinie angezeigt.

Stammbaum Der Stammbaum zeigt die Nachkommen eines bestimmten Ahnen in künstlerisch gezeichneter Baumform an. Dabei wird der Stammvater an der Baumwurzel platziert, während die Nachkommen auf Ästen und Zweigen dargestellt werden. Der Stammbaum zeigt also von der Vergangenheit in die Gegenwart (im Gegensatz zur Ahnentafel, die von der Gegenwart in die Vergangenheit weist). Aufgrund dieser Tatsache ist es ratsam, vor der Erstellung eines Stammbaumes eine Ahnentafel zu erstellen, um überhaupt erst einen Stammvater identifizieren zu können.

Soweit die Theorie und was ist mit der Praxis?
Und wo kommen meine Eltern her? Das war eine der Fragen, die mich in meiner Jugend sehr beschäftigt hat. Meine Eltern sind Vertriebene aus Ostpreußen und ich bin nach dem Krieg am linken Niederrhein geboren. Bei den Verwandtschaftstreffen in kleiner oder größerer Runde spielte die verlorene Heimat meiner Eltern und Großeltern natürlich immer eine wichtige Rolle. Vielleicht war es ja die "gute, alte" Zeit, die man wieder in Erinnerung bringen wollte oder einfach nur der gemeinsame Nenner einer verstreut lebenden Verwandtschaft, die erst ihre Strukturen wieder aufbauen und zu pflegen lernen musste. Auf jeden Fall bin ich mit den Verwandtschaftsverhältnissen, wer ist mit wem wie verwandt, und den dazugehörigen Orten, deren Namen mir alle natürlich nichts sagten, viele Jahre nicht klar gekommen.

Erst als mein Sohn in Stuttgart geboren worden war und sich bei ihm das ganze drohte zu wiederholen, weil seine Mutter in Angola geboren ist und wir in Mosambik geheiratet haben, habe ich mich entschlossen mal die Fakten, d. h. die Namen der Personen und Orte mit zeitlichen Angaben, aufzulisten. Nicht nur für meinen Sohn, sonder hauptsächlich auch für mich. Denn Eines hatte ich in meiner Kindheit aus den ganzen Diskussionen auch mitbekommen, mit der Zeit verblassen die Erinnerungen und verschwimmen die Bilder. So dass es immer schwieriger wird die objektive Wahrheit, falls es sie denn überhaupt geben sollte, zu erkennen und gegebenenfalls weitergeben zu können.
Was habe ich also gemacht? Ich habe die älteren meiner Familie persönlich gefragt und gelöchert, anderen einen Serienbrief mit vielen Fragen geschickt und dann versucht eine Ordnung in die teilweise widersprüchlichen Angaben zu bringen. Das momentane Ergebnis kann man "meine Ahnen" sehen bzw. bei mir erfragen, da ich aus Datenschutzgründen natürlich nicht alle Daten der Öffentlichkeit preisgeben darf. Alle bis dato irgendwie und irgendwo gefundenen Nachnamen von Personen und die Ortsbezeichnungen können unter "Namen" gefunden werden.